Verleihung des Kameradschaftspreises

Ostbelgische Rotary-Clubs zeichnen die kameradschaftlichsten Schüler aus

Im Rahmen eines Gala-Dinners verliehen die ostbelgischen Rotary-Clubs am Donnerstagabend die Kameradschaftspreise 2018 an besonders hilfsbereite und kameradschaftliche Schüler.

Eigentlich steht der international verbreitete Service-Klub der Rotarier für humanitäre Hilfe, Einsatz für Frieden und Völkerverständigung sowie Dienstbereitschaft im täglichen Leben.

Diese Eckpfeiler sind aber nur durch intensive Kameradschaft und Synergie möglich, sodass die ostbelgischen Klubs aus Malmedy, Eupen und St.Vith bereits seit über 50 Jahren den sogenannten „Kameradschaftspreis“ für Schulabsolventen ausloben.

Keine Momentaufnahme, sondern ein langwieriger Prozess.

Die Prämierung der „Kameradinnen und Kameraden 2018“ fand am Donnerstagabend im Hotel-Restaurant Pip in St.Vith statt.

Nico Holzheimer, Präsident des Rotary Club St.Vith, zeigte sich als diesjähriger Gastgeber besonders stolz darüber, die 13 Jugendlichen für ihre „Kameradschaft“ auszuzeichnen.

Der Assistant Governor Freddy Genten konnte in enger Absprache mit den verschiedenen Abi-Klassen Ostbelgiens die Laureaten ermitteln.

Für Freddy Genten ist die Organisation und Koordination dieses „Kameradschaftspreises“ eine Ehrensache: „Es handelt sich bei diesem Preis um den ehrlichsten überhaupt, wird man doch von Klassenkameraden nach vielen Jahren der Gemeinschaft gewählt und auserkoren. Es handelt sich nicht um eine Momentaufnahme, sondern um einen langwierigen Prozess, der schließlich durch uns belohnt und prämiert wird.“ So waren auch viele der Laureaten regelrecht überrascht, von ihren Klassenkameraden für diesen Preis bezeichnet worden zu sein. „Eigentlich sind die Dinge, die wir gemacht und geleistet haben in einer Gesellschaft völlig normal und selbstverständlich“, so der allgemeine Tenor.

Nico Holzheimer betonte indes, dass diese von Schülern und Jugendlichen gelebte Kameradschaft mit den Idealen der Rotary-Philosophie übereinstimme. „Die Kernpunkte unserer Klubtätigkeit sind Toleranz gegenüber anderen, Hilfsbereitschaft und die Wahrung des gegenseitigen, zwischenmenschlichen Respekts. Das gelebte Beispiel dieser Jugendlichen ist somit mit unserem Leitspruch ‚Making a Difference‘ deckungsgleich“. Oftmals sei aber in unserer globalisierten Welt kein Platz für Hilfsbereitschaft, Freundschaft und Kameradschaft, sodass die Laureaten als Multiplikatoren diese für eine Gesellschaft unschätzbaren Werte fungieren sollten.

An den vorgelebten Werten festhalten und die Welt ein bisschen besser machen.

„Als zukünftige Gestalter solltet Ihr an diesen vorgelebten Werten festhalten, damit Ihr die Welt ein wenig besser machen könnt“, so Nico Holzheimer zu den Preisträgern.

Auch Marcel Schons, Rotary-Präsident in Malmedy, fand nur lobende Worte und bezeichnete die Kameradschaft und Freundschaft als ewige Errungenschaften. „Das Leben auf Erden ist vergänglich. Was bleibt ist die Erinnerung sowie die Freundschaft“. Rotary-Präsident William Fabry aus Eupen bescheinigte den Klassenkameraden der Preisträger eine richtige Entscheidung getroffen zu haben. „Ihr seid zielstrebige Jugendliche, die für ein friedliches Miteinander eintreten.“

Die Welt brauche Personen, die Menschenkenntnis haben, denn reines Fachwissen sei bei Weitem nicht das A und O für Erfolg, Glück und Zufriedenheit im Leben.

Die Rotary-Bewegung wurde 1905 vom US-amerikanischen Anwalt Paul Harris in Chicago gegründet und zielt darauf ab eine vielseitige Wertegemeinschaft zu schaffen.

Derzeit zählt Rotary 1,2 Millionen Mitglieder, die sich in 33.000 Klubs in 200 Ländern organisieren. Das internationale Hauptaugenmerk liegt dabei in der Ausrottung der Poliomyelitis, also der Kinderlähmung.

Nach der Preisverteilung und dem Galadiner hatten die Rotarier und die Laureaten noch Zeit zum kurzweiligen Austausch.

Quelle: Grenz Echo

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